»Rote Karte« für unerwünschte Anrufe oder Postzustellungen?

Was das neue BDSG bewirkt und wie damit umgegangen werden sollte.

Briefkasten
Um die Gunst dieses Adressaten noch zu gewinnen, bedarf es einer wohlüberlegten Strategie...

Wie ein Damoklesschwert hängt es über allen Distanz-Händlern, wie ein Fluch zieht es sich durch die Call-Center und wie eine Wohltat betrachten es diejenigen, welche jeden Tag vor übervollen Briefkästen stehen und über ungebetene Telefonanrufe ihr Missfallen äußern. Jetzt, wo der Bundestag in die Sommerpause geht, wird es noch eine kleine Karenzzeit für die Adress-Broker-Firmen bewirken, die davon leben, Adressen zu vermitteln oder zu handeln. Für die Zukunft sind jedoch gewaltige Veränderungen geplant.

 

Wie ein Damoklesschwert hängt es über allen Distanz-Händlern, wie ein Fluch zieht es sich durch die Call-Center und wie eine Wohltat betrachten es diejenigen, welche jeden Tag vor übervollen Briefkästen stehen und über ungebetene Telefonanrufe ihr Missfallen äußern. Jetzt, wo der Bundestag in die Sommerpause geht, wird es noch eine kleine Karenzzeit für die Adress-Broker-Firmen bewirken, die davon leben, Adressen zu vermitteln oder zu handeln. Für die Zukunft sind jedoch gewaltige Veränderungen geplant.

 

Die Gesetzesentwürfe sehen vor, dass es auch im geschäftlichen Verkehr nicht mehr erlaubt sein wird, einen potentiellen Kunden anzurufen oder anzuschreiben. Das bedeutet, dass man seine Botschaft an eine Abteilung richten muss; Personalisierungen gehören somit der Vergangenheit an. Erlaubt bleibt aber, dass ein geschäftlicher Kontakt, der seit längerem besteht – auch ohne dass es zu Abschlüssen gekommen ist – weiterhin per Zielperson angeschrieben werden darf. Hier fängt die Grauzone an und die Verunsicherung nimmt zu.

Was ist zu tun?

Die Empfehlung lautet: Solange das Gesetz nicht verabschiedet wurde, ist es keins. Ob es in dieser Version überhaupt durch den Bundestag geht, ist eher fraglich. Die Bundestagswahlen werden der Schlüssel zu dieser Frage sein.

 

Was auch immer man an Nicht-Käufer-Adressen gewonnen hat – egal ob über Tausch, Broker oder eigene Gewinnspiele – ist ein Bestand an potentiellen Kunden und somit die Frage wert, welchen Umsatz man damit gewinnen kann. Um in Zukunft auf der sicheren Seite zu sein, ist es erforderlich, von dem Empfänger ein OK zur Zuführung von Werbung (egal ob per Post oder Telefon) zu erhalten. Sie sollten sich dieses OK in Ihrer nächsten Aussendung einholen.

 

Die Standardformulierung lautet, „Ja, ich möchte auch in Zukunft über Angebote und Aktionen informiert werden, entweder als Newsletter, Katalog oder Brief.“ Das ist nicht nur die sicherste, sondern auch die sympathischste Lösung dieses Problems.