And the winner is der Bärenmarke-Bär

Ob Milka-Kuh, Meister Proper oder Dr. Best – Unternehmen verwenden Werbefiguren, um Produkte und Dienstleistungen zu personalisieren. Diese sollen „ihre” Marke im Gedächtnis der Kunden verankern und den Wiedererkennungswert erhöhen.

Bär mit Milch

Werbefiguren gibt es schon seit eh und je, praktisch seit den Anfängen der Werbung. Die allseits bekannten Männlein und Weiblein sind nicht, wie so oft angenommen, eine Erfindung des Werbefernsehens. Vielmehr wurden sie ursprünglich für Verkaufsräume und Schaufenster entwickelt. Und so sind die ältesten, noch aktiven Figuren heute über 100 Jahre alt: Bereits seit 1892 wirbt der Bär für Kaffeesahne und das dicke Michelin-Männchen kleidet sich seit 1893 mit seinen Reifen.

 

Mit dem Aufkommen des Werbefernsehens in den 50er Jahren wurde schließlich doch der Bildschirm zum Nährboden für die Entwicklung von Werbefiguren. Und gerade die Figuren, die in dieser Zeit entstanden, haben heute Kultcharakter. Wer zum Beispiel kennt nicht Klementine, die Ariel-Waschfrau?

Testimonials versus Trickfiguren

Sowieso lagen menschliche Werbefiguren zu Beginn des Werbefernsehens voll im Trend. Doch im Laufe der Zeit wurden die sogenannten Testimonials (Empfehler) immer seltener. Der Grund hierfür ist die zunehmende Geschwindigkeit in der Werbebranche. Die Zuschauer sehen sich heute viel schneller an einem Gesicht satt, andererseits dauert es aber auch sehr lange, bis sich eine Figur etabliert hat. Werbefiguren müssen also wandlungsfähig sein. Denn wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen – wird also ersetzt.

 

Und ersetzt wurden über die Jahre auch die Testimonials – und zwar durch Trickfiguren. Diese altern nicht, erleichtern die Präsentation im Internet und können zu Merchandising-Zwecken eingesetzt werden. Jeder wird sich hier noch an den Hype um den Wackel-Elvis erinnern, der ursprünglich nur ein stufenloses Automatikgetriebe von Audi erklären sollte – und schließlich seine Hüften durch 500.000 Autos schwang

12.07.2012
07:27