Das Gehirn: Sitz von Ratio und Emotionen - und warum wir Grund zum lachen haben!

Aristoteles war der Meinung, dass der Mensch mit dem Herzen denke und das Gehirn lediglich als Kühlorgan gegen körperliche Überhitzung dienen würde. Sigmund Freud verglich das Gehirn mit einer Dampfmaschine, aus der das Unbewusste von Zeit zu Zeit Dampf ablassen muss, um störungsfrei funktionieren zu können.

Das Gehirn ist ein äußerst komplexes Organ, mit dem wir denken, dass wir denken ... ! Es unterteilt sich in zwei Hemisphären, die rechte und die linke. Ihre Funktionen sind verschieden, auch verarbeiten sie Informationen unterschiedlich, was und wie jeder von uns weiß.

 

Die linke Gehirnhälfte ist Sitz des Sprachzentrums und sie ist hauptsächlich die rationale/analytische und zuständig für logische und mathematische Prozesse. Sie denkt in Worten und Begriffen. Die rechte Gehirnhälfte verarbeitet mehr das „Rohmaterial“, aufblitzende Ideen und Bilder. Sie steuert die Intuition, Kreativität und verarbeitet Symbole und Gefühle. Sie ist auch Sitz der Phantasie und eher dem emotionalen Prinzip zugeordnet. Die linke Hemisphäre steuert übrigens die rechte Körperseite motorisch, die rechte Hemisphäre die linke Hälfte des Körpers.

In unserer heutigen Zeit entsteht oft eine Überbetonung der linkshirnigen Denkfunktion.

Aber immer arbeiten beide Gehirnhälften gleichzeitig zusammen, verbunden durch eine Brücke, „Corpus Callosum“ genannt. Über dieses Datenkabel aus Nervenbündeln tauschen die beiden Teile unseres Gehirns Informationen aus. Richtiges Lernen zum Beispiel erfolgt über die optimale Zusammenarbeit der beiden Hälften. Dann können wir unser gesamtes Potenzial entfalten. Ein „Superhirn“ braucht Infos, Training und viel Gefühl! Je stärker der Mensch beide Seiten des Gehirns beansprucht, umso mehr kommt eine Seite der anderen zugute. Ein Studium der Musik fördert auch das Studium der Mathematik und umgekehrt.

 

Wenn wir beide Gehirnhälften aktivieren, indem wir grundsätzlich alles, was wir lernen, im Zusammenhang mit bereits Gelerntem oder mit anderen Fachbereichen sehen und möglichst viele unserer Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Tasten, Schmecken) benutzen, kann jeder Lernstoff viel besser gespeichert werden.

Das Gehirn ist zu schade, um nur zu denken!

Neben dem IQ (Intelligenzquotient), der das intellektuelle Leistungsvermögen misst, gibt es einen weiteren Wert: den EQ (Emotionsquotient). Es geht im Leben (auch im Berufsleben) nicht nur um Lernen, Abspeichern und wieder Aufrufen. Was der Mensch heute braucht und was seinen Erfolg garantiert, ist das Verstehen und Beherrschen seiner Emotionen, woraus bessere zwischenmenschliche Beziehungen resultieren sowie körperliche und geistige Gesundheit gefördert werden.