Das Kerngeschäft zu verlassen, bringt meistens Verlust und Frust

Wie oft haben wir es registriert und den Kopf darüber geschüttelt, wenn große Unternehmen unter dem Drang zu Wertsteigerung und dem Druck der Aktionäre höhere Gewinne einfahren zu müssen, ihr Kerngeschäft vernachlässigen und sich in fremde Gefilde begeben.

Birnen

Mit der Zuversicht im Rücken, „es wird schon klappen, weil es ja immer geklappt hat“ und die einmal gemachte Strategien sich bewährt haben, will man alles auf neue Geschäfte und Ideen transferieren. Dies gelingt sehr selten. Der Begriff vom Shareholder Value wird von Aufsichträten und Vorständen lediglich als Steigerung des Aktienwertes aufgefasst. Dass er auch mit Verantwortungsbewusstsein einher geht gegenüber aller am Unternehmen Beteiligten, also auch gegenüber den Kleinaktionären, das wird zu oft ignoriert.

Gute Beispiele sind selten oder werden falsch kopiert.

Allen voran Tchibo: vom Kaffee-Versender zum Shop-in-Store-Anbieter zu mutieren, das war schon eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Natürlich hat das Jahre gedauert, bis die Zielgruppen das Konzept akzeptiert haben. Haben die Aktionäre Geduld gezeigt, waren die richtigen Manager am Werk? Sicher beides, sonst hätte es nicht funktioniert. Flops gibt es dafür zu Hauf, wie die jüngste Entwicklung des Karstadt-Quelle Konzerns aufzeigt.

 

Am Ende eines Flops vom Verlassen des Kerngeschäftes steht die Erfahrung. Das ist aber ein sehr schwacher Trost, weil nicht nur Geld sondern auch viele Arbeitsplätze vernichtet werden. Warum, und diese Frage sei ohne Beckmesserei gestellt, schaut man nicht auf gemachte Erfahrungen anderer?

Auf der Höhe des Erfolgs wird man allzu leicht übermütig.

Aus Fehlern - eben auch anderer - lernen, das ist eine oft zitierte Devise, aber keiner befolgt sie in Chefetagen der Entscheider, die ihr Kerngeschäft verlassen, um erfolgreich zu sein. Versucht haben das in der Vergangenheit schon etliche Kollegen und waren nicht erfolgreich.

 

Begeben wir uns in die Siebziger und Achtziger Jahre: Friedrich Jahn, der clevere Oberkellner und Sänger aus Wien hatte mit seiner Wienerwald-Idee den Nerv der Zeit getroffen: Gute Qualität zu günstigen Preisen und gutem Service zu bieten, das war seine geniale Geschäftsidee. Seine Grill-Hähnchen waren ein Klassiker, von seinem gutem Service haben Tausende Restaurant-Besitzer profitiert und ihn nachgeahmt. Der Erfolg gab ihm Recht: 1978 war Jahn Herrscher eines Imperiums von über 700 Lokalen in Österreich und Deutschland, was ihm Millionen Gewinne brachte – und viel Lob der Finanz- und Fachwelt. Die Banken lagen ihm zu Füßen. Sein damaliger Spruch in einem Fernseh-Interview „Das schönste Erlebnis ist das Erfolgserlebnis“, war sein Anfang vom Ende. Bekanntlich macht Erfolg süchtig, diese Sucht provoziert geradezu Fehler und der für gute Entscheidungen hinderliche Druck baut sich auf. Auf der Höhe des Erfolges stehen, dem Staat keine Steuereinnahmen gönnen, um sich herum nur opportunistische Berater und Mitarbeiter, keine Kritiker oder qualifizierte Diskutanten haben, das muss sich rächen. Man will eben „mehr“, die Aktionäre wollen mehr.

 

Die Banken wollen mehr. Dieser Kreislauf hört irgendwann auf sich zu drehen. Die Sache kippt, denn die Hybris im Unterbewusstsein sagt immer noch „Mir oder uns gelingt alles“. Friedrich Jahn wurde es zum Verhängnis. Er kaufte Hotels, Reisegesellschaften und eine Restaurant-Kette in den USA mit 900 Betrieben. Er konnte alles, er wusste alles, er machte alles selbst. Im Privat-Jet düste er von Ort zu Ort, von Kontinent zu Kontinent. Seine eigentliche Kompetenz war eine andere, nämlich sein guter Ruf als Gastronom. Der große Unterschied zwischen „habe ich“ und „hätte ich“ entschied schließlich über Tausende von Arbeitsplätzen. Und dass Friedrich Jahn fast nur sein eigenes Geld aufs Spiel setzte, ehrt ihn immerhin postum. Das Ende seiner Geschichte sei hier noch einmal ins Gedächtnis gerufen. 1982 hatte sein Imperium - bestehend aus Gastronomiebetrieben, Hotels und Reisegesellschaften - 250 Millionen D-Mark Schulden. Die Banken, Berater von einst, machten „den Hahn dicht“, Friedrich Jahn erlebte noch den ganzen Exodus, als Sänger verdiente er sich zuletzt seine Brötchen. Arm wurde er geboren, arm ist er aufgewachsen und arm ist er 1998 gestorben, dazwischen ist ihm für kurze Zeit durch eine geniale Geschäftsidee der Aufstieg zum Multimillionär gelungen. Er hatte alles verloren, die Kaufkraft seiner Kunden blieb ihm erhalten, nur die konnte er nicht mehr ausschöpfen.

Kommentare

Bitte geben Sie den im Bild zu sehenden Text ein
Image CAPTCHA
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: SELECT data, created, headers, expire, serialized FROM cache_filter WHERE cid = '4:f69d23c089d9c06818ef4dcfcc6c7412' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 26.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE cache_filter SET data = '<!--paging_filter--><p>Mit der Zuversicht im Rücken, „es wird schon klappen, weil es ja immer geklappt hat“ und die einmal gemachte Strategien sich bewährt haben, will man alles auf neue Geschäfte und Ideen transferieren. Dies gelingt sehr selten. Der Begriff vom Shareholder Value wird von Aufsichträten und Vorständen lediglich als Steigerung des Aktienwertes aufgefasst. Dass er auch mit Verantwortungsbewusstsein einher geht gegenüber aller am Unternehmen Beteiligten, also auch gegenüber den Kleinaktionären, das wird zu oft ignoriert.</p><p><em>Gute Beispiele sind selten oder werden falsch kopiert.</em></p><p>Allen voran Tchibo: vom Kaffee-Versender zum Shop-in-Store-Anbieter zu mutieren, das war schon eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Natürlich hat das Jahre gedauert, bis die Zielgruppen das Konzept akzeptiert haben. Haben die Aktionäre Geduld gezeigt, waren die richtigen Manager am Werk? Sicher beides, sonst hätte es nicht funktioniert. Flops gibt es dafür zu Hauf, wie die jüngste Entwicklung des Karstadt-Quelle Konzerns aufzeigt.</p><p>&nbsp;</p><p>Am Ende eines Flops vom Verlassen des Kerngeschäftes steht die Erfahrung. Das ist aber ein sehr schwacher Trost, weil nicht nur Geld sondern auch viele Arbeitsplätze vernichtet werden. Warum, und diese Frage sei ohne Beckmesserei gestellt, schaut man nicht auf gemachte Erfahrungen anderer?</p><p><em>Auf der Höhe des Erfolgs wird man allzu leicht übermütig.</em></p><p>Aus Fehlern - eben auch anderer - lernen, das ist eine oft zitierte Devise, aber keiner befolgt sie in Chefetagen der Entscheider, die ihr Kerngeschäft verlassen, um erfolgreich zu sein. Versucht haben das in der Vergangenheit schon etliche Kollegen und waren nicht erfolgreich.</p><p>&nbsp;</p><p>Begeben wir uns in die Siebziger und Achtziger Jahre: Friedrich Jahn, der clevere Oberkellner und Sänger aus Wien hatte mit seiner Wienerwald-Idee den Nerv der Zeit getroffen: Gute Qualität zu günstigen Preisen und gutem Service zu bieten, das war seine geniale Geschäftsidee. Seine Grill-Hähnchen waren ein Klassiker, von seinem gutem Service haben Tausende Restaurant-Besitzer profitiert und ihn nachgeahmt. Der Erfolg gab ihm Recht: 1978 war Jahn Herrscher eines Imperiums von über 700 Lokalen in Österreich und Deutschland, was ihm Millionen Gewinne brachte – und viel Lob der Finanz- und Fachwelt. Die Banken lagen ihm zu Füßen. Sein damaliger Spruch in einem Fernseh-Interview „Das schönste Erlebnis ist das Erfolgserlebnis“, war sein Anfang vom Ende. Bekanntlich macht Erfolg süchtig, diese Sucht provoziert geradezu Fehler und der für gute Entscheidungen hinderliche Druck baut sich auf. Auf der Höhe des Erfolges stehen, dem Staat keine Steuereinnahmen gönnen, um sich herum nur opportunistische Berater und Mitarbeiter, keine Kritiker oder qualifizierte Diskutanten haben, das muss sich rächen. Man will eben „mehr“, die Aktionäre wollen mehr.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Banken wollen mehr. Dieser Kreislauf hört irgendwann auf sich zu drehen. Die Sache kippt, denn die Hybris im Unterbewusstsein sagt immer noch „Mir oder uns gelingt alles“. Friedrich Jahn wurde es zum Verhängnis. Er kaufte Hotels, Reisegesellschaften und eine Restaurant-Kette in den USA mit 900 Betrieben. Er konnte alles, er wusste alles, er machte alles selbst. Im Privat-Jet düste er von Ort zu Ort, von Kontinent zu Kontinent. Seine eigentliche Kompetenz war eine andere, nämlich sein guter Ruf als Gastronom. Der große Unterschied zwischen „habe ich“ und „hätte ich“ entschied schließlich über Tausende von Arbeitsplätzen. Und dass Friedrich Jahn fast nur sein eigenes Geld aufs Spiel setzte, ehrt ihn immerhin postum. Das Ende seiner Geschichte sei hier noch einmal ins Gedächtnis gerufen. 1982 hatte sein Imperium - bestehend aus Gastronomiebetrieben, Hotels und Reisegesellschaften - 250 Millionen D-Mark Schulden. Die Banken, Berater von einst, machten „den Hahn dicht“, Friedrich Jahn erlebte noch den ganzen Exodus, als Sänger verdiente er sich zuletzt seine Brötchen. Arm wurde er geboren, arm ist er aufgewachsen und arm ist er 1998 gestorben, dazwischen ist ihm für kurze Zeit durch eine geniale Geschäftsidee der Aufstieg zum Multimillionär gelungen. Er hatte alles verloren, die Kaufkraft seiner Kunden blieb ihm erhalten, nur die konnte er nicht mehr ausschöpfen.</p><p><em>Immer wieder der gleiche Versuch, immer wieder das gleiche Ergebnis.</em></p><p>Ein paar Jahre zurück. Edzard Reuter, Vorstandssprecher von Mercedes Benz, kaufte die marode AEG und das kränkelnde Luftfahrt-Unternehmen Dornier vom Bodensee und er wollte noch mehr mit der Deutschen Bank im Rücken. Schließlich stand er da mit einem Bauchladen voller diverser Produkte, vom Kerngeschäft hatte er sich längst losgesagt. Das Imperium sollte ein europäischer Gigant aus Luftfahrt, Haushaltsgeräten, Elektro-Riesen und Automobilen werden. Das Ergebnis war frustrierend. Shareholder Value lässt grüßen. Edzard Reuter wurde der Buhmann der Wirtschafts-Juroren. Kurz nach dem Eklat musste er den Hut nehmen.</p><p>&nbsp;</p><p>Denken wir an den Weltkonzern Sony. Die Japaner sind die eigentlichen Gemischtwaren-Konzerne, Yamaha an der Spitze. Die Japaner hatten aber auch exzellente Marketingstrategien, doch auch dem Unterhaltungs-Riesen Sony passierte, was vielen schon vorher passiert war. Der Drang zum Multi. Sony scheiterte genauso wie viele vorher.</p><p>&nbsp;</p><p>Noch ein Beispiel: Als der große Konzernchef Ferdinand Piech von VW auf die grandiose Idee kam, ein „Super-Super“ Fahrzeug zu bauen, hatte er wohl übersehen, dass im Konzern ein solches (Audi) sich endlich auf dem Oberklassemarkt etabliert hatte und schwerlich zu übertreffen war. Aber mit staatlicher Fürsorge wird es schon klappen. Die Energien wurden zu Lasten vieler umgepolt. Das Kerngeschäft – der neue Golf ,längst kein Volkswagen mehr, hatte gegenüber seinem Vorgänger keine sonderlichen Features zu bieten und kommt schwer aus den Startlöchern. Einzige Kunden des neuen Phaethon werden wohl die Vorstände von VW bleiben. Inzwischen nähren sich die Gerüchte, er werde eingestellt.</p><p><em>Was hätte wohl der aktive Konzern-Chef getan?</em></p><p>Jüngstes Beispiel ist die Karstadt-Quelle- Krise. In der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch, dem 6. Oktober 2004, wird in der Rubrik „Profil“ die Hauptanteilseignerin Madeleine Schickedanz vorgestellt und mit dem Satz zitiert „Ich frage mich oft, was der Vater jetzt machen würde“. Ja, das wüssten wir jetzt alle gerne. Der Verfasser kennt den Vater noch aus der Zeit von 1969 und 1970, hat öfter von ihm Projektaufgaben übertragen bekommen und kennt ihn aus Meetings und Briefinggesprächen. Sicher hätte er auch kein Rezept gegen die Konsumzurückhaltung der deutschen Bevölkerung aus dem Ärmel geschüttelt, er hätte aber ein Rezept für seine darauf ausgerichtete Angebotskultur entwickelt und sein Controlling hatte mehr als nur Daten und Fakten. Er konnte die Zahlen und Bilanzen zwischenlesen, er ahnte die Entwicklungen, positive wie negative, deshalb erübrigt sich die Frage, was Gustav Schickedanz heute machen würde. Antwort: er war ein Unternehmer mit dem sicheren Instinkt für alles, was der deutsche Konsument braucht und wünscht. In seinem Imperium besaß er Überblick und eine große ethische Verantwortung all seinen Mitarbeitern gegenüber.</p>', created = 1328698036, expire = 1328784436, headers = '', serialized = 0 WHERE cid = '4:f69d23c089d9c06818ef4dcfcc6c7412' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 109.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: SELECT data, created, headers, expire, serialized FROM cache_filter WHERE cid = '4:fadc32c38fad1ebbbc6bcfdefeaabdda' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 26.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE cache_filter SET data = '<!--paging_filter--><p>Mit der Zuversicht im Rücken, „es wird schon klappen, weil es ja immer geklappt hat“ und die einmal gemachte Strategien sich bewährt haben, will man alles auf neue Geschäfte und Ideen transferieren. Dies gelingt sehr selten. Der Begriff vom Shareholder Value wird von Aufsichträten und Vorständen lediglich als Steigerung des Aktienwertes aufgefasst. Dass er auch mit Verantwortungsbewusstsein einher geht gegenüber aller am Unternehmen Beteiligten, also auch gegenüber den Kleinaktionären, das wird zu oft ignoriert.</p><p><em>Gute Beispiele sind selten oder werden falsch kopiert.</em></p><p>Allen voran Tchibo: vom Kaffee-Versender zum Shop-in-Store-Anbieter zu mutieren, das war schon eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Natürlich hat das Jahre gedauert, bis die Zielgruppen das Konzept akzeptiert haben. Haben die Aktionäre Geduld gezeigt, waren die richtigen Manager am Werk? Sicher beides, sonst hätte es nicht funktioniert. Flops gibt es dafür zu Hauf, wie die jüngste Entwicklung des Karstadt-Quelle Konzerns aufzeigt.</p><p>&nbsp;</p><p>Am Ende eines Flops vom Verlassen des Kerngeschäftes steht die Erfahrung. Das ist aber ein sehr schwacher Trost, weil nicht nur Geld sondern auch viele Arbeitsplätze vernichtet werden. Warum, und diese Frage sei ohne Beckmesserei gestellt, schaut man nicht auf gemachte Erfahrungen anderer?</p><p><em>Auf der Höhe des Erfolgs wird man allzu leicht übermütig.</em></p><p>Aus Fehlern - eben auch anderer - lernen, das ist eine oft zitierte Devise, aber keiner befolgt sie in Chefetagen der Entscheider, die ihr Kerngeschäft verlassen, um erfolgreich zu sein. Versucht haben das in der Vergangenheit schon etliche Kollegen und waren nicht erfolgreich.</p><p>&nbsp;</p><p>Begeben wir uns in die Siebziger und Achtziger Jahre: Friedrich Jahn, der clevere Oberkellner und Sänger aus Wien hatte mit seiner Wienerwald-Idee den Nerv der Zeit getroffen: Gute Qualität zu günstigen Preisen und gutem Service zu bieten, das war seine geniale Geschäftsidee. Seine Grill-Hähnchen waren ein Klassiker, von seinem gutem Service haben Tausende Restaurant-Besitzer profitiert und ihn nachgeahmt. Der Erfolg gab ihm Recht: 1978 war Jahn Herrscher eines Imperiums von über 700 Lokalen in Österreich und Deutschland, was ihm Millionen Gewinne brachte – und viel Lob der Finanz- und Fachwelt. Die Banken lagen ihm zu Füßen. Sein damaliger Spruch in einem Fernseh-Interview „Das schönste Erlebnis ist das Erfolgserlebnis“, war sein Anfang vom Ende. Bekanntlich macht Erfolg süchtig, diese Sucht provoziert geradezu Fehler und der für gute Entscheidungen hinderliche Druck baut sich auf. Auf der Höhe des Erfolges stehen, dem Staat keine Steuereinnahmen gönnen, um sich herum nur opportunistische Berater und Mitarbeiter, keine Kritiker oder qualifizierte Diskutanten haben, das muss sich rächen. Man will eben „mehr“, die Aktionäre wollen mehr.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Banken wollen mehr. Dieser Kreislauf hört irgendwann auf sich zu drehen. Die Sache kippt, denn die Hybris im Unterbewusstsein sagt immer noch „Mir oder uns gelingt alles“. Friedrich Jahn wurde es zum Verhängnis. Er kaufte Hotels, Reisegesellschaften und eine Restaurant-Kette in den USA mit 900 Betrieben. Er konnte alles, er wusste alles, er machte alles selbst. Im Privat-Jet düste er von Ort zu Ort, von Kontinent zu Kontinent. Seine eigentliche Kompetenz war eine andere, nämlich sein guter Ruf als Gastronom. Der große Unterschied zwischen „habe ich“ und „hätte ich“ entschied schließlich über Tausende von Arbeitsplätzen. Und dass Friedrich Jahn fast nur sein eigenes Geld aufs Spiel setzte, ehrt ihn immerhin postum. Das Ende seiner Geschichte sei hier noch einmal ins Gedächtnis gerufen. 1982 hatte sein Imperium - bestehend aus Gastronomiebetrieben, Hotels und Reisegesellschaften - 250 Millionen D-Mark Schulden. Die Banken, Berater von einst, machten „den Hahn dicht“, Friedrich Jahn erlebte noch den ganzen Exodus, als Sänger verdiente er sich zuletzt seine Brötchen. Arm wurde er geboren, arm ist er aufgewachsen und arm ist er 1998 gestorben, dazwischen ist ihm für kurze Zeit durch eine geniale Geschäftsidee der Aufstieg zum Multimillionär gelungen. Er hatte alles verloren, die Kaufkraft seiner Kunden blieb ihm erhalten, nur die konnte er nicht mehr ausschöpfen.</p>', created = 1328698036, expire = 1328784436, headers = '', serialized = 0 WHERE cid = '4:fadc32c38fad1ebbbc6bcfdefeaabdda' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 109.
  • user warning: Table './cms_drupal/captcha_sessions' is marked as crashed and should be repaired query: INSERT into captcha_sessions (uid, sid, ip_address, timestamp, form_id, solution, status, attempts) VALUES (0, '96a893670108d2af341888128fc70b20', '38.107.179.242', 1328698036, 'comment_form', 'undefined', 0, 0) in /srv/www/zeitung.diezwei.de/modules/captcha/captcha.inc on line 97.
  • user warning: Table './cms_drupal/captcha_sessions' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE captcha_sessions SET token='d7aa884f47995eeb5d8ec2216b2cc28e' WHERE csid=1404946 in /srv/www/zeitung.diezwei.de/modules/captcha/captcha.module on line 213.
  • user warning: Table './cms_drupal/captcha_sessions' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE captcha_sessions SET timestamp=1328698036, solution='E3FE7' WHERE csid=1404946 in /srv/www/zeitung.diezwei.de/modules/captcha/captcha.inc on line 109.
  • user warning: Table './cms_drupal/captcha_sessions' is marked as crashed and should be repaired query: INSERT into captcha_sessions (uid, sid, ip_address, timestamp, form_id, solution, status, attempts) VALUES (0, '96a893670108d2af341888128fc70b20', '38.107.179.242', 1328698036, 'comment_form', 'undefined', 0, 0) in /srv/www/zeitung.diezwei.de/modules/captcha/captcha.inc on line 97.
  • user warning: Table './cms_drupal/captcha_sessions' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE captcha_sessions SET token='e732a3e5212cf7035ea17fa3f9328a7e' WHERE csid=1404949 in /srv/www/zeitung.diezwei.de/modules/captcha/captcha.module on line 213.
  • user warning: Table './cms_drupal/captcha_sessions' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE captcha_sessions SET timestamp=1328698036, solution='S2mjf' WHERE csid=1404949 in /srv/www/zeitung.diezwei.de/modules/captcha/captcha.inc on line 109.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: SELECT data, created, headers, expire, serialized FROM cache_filter WHERE cid = '3:c8661d7eaa649b53c643b6166b20b344' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 26.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: SELECT data, created, headers, expire, serialized FROM cache_filter WHERE cid = '2:1996405c9f0812e17d4a6ff6970eb4cb' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 26.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE cache_filter SET data = '<h2>Meistgelesene Artikel</h2>\n', created = 1328698036, expire = 1328784436, headers = '', serialized = 0 WHERE cid = '2:1996405c9f0812e17d4a6ff6970eb4cb' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 109.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: SELECT data, created, headers, expire, serialized FROM cache_filter WHERE cid = '3:7a9d731612069daf146feb4dedcf3049' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 26.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: SELECT data, created, headers, expire, serialized FROM cache_filter WHERE cid = '1:f6d25fd7345398aace53c2b3cd115a02' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 26.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: UPDATE cache_filter SET data = '<!--paging_filter--><p>© 2010 Die Zwei Agentur für Marketing, Produktentwicklung und Kommunikation</p>\n', created = 1328698037, expire = 1328784437, headers = '', serialized = 0 WHERE cid = '1:f6d25fd7345398aace53c2b3cd115a02' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 109.
  • user warning: Table './cms_drupal/cache_filter' is marked as crashed and should be repaired query: SELECT data, created, headers, expire, serialized FROM cache_filter WHERE cid = '3:ada37942473c01ec38b79a703293dcf6' in /srv/www/zeitung.diezwei.de/includes/cache.inc on line 26.