Dem schönen Klang verpflichtet - Geigenbau in Nürnberg

Auf der Suche nach Unternehmern, die mit Leib, Seele und ihrem Namen zu ihrer Firma und deren Mitarbeitern stehen, dazu eine außergewöhnliche Geschäftsidee praktizieren, sind wir fündig geworden: in Nürnberg bei einem Meister der Geigenbaukunst.

Geiger
»Instrumentenbauer Ludger Geiger und Jan Ecorchard präsentieren stolz ihre Instrumente«

Nürnberg ist für jedermann die Spielzeugund Lebkuchenstadt, nur wenige wissen aber, dass es einmal auch eine berühmte Geigenbauerstadt gewesen ist. Vor zweihundert Jahren wurden hier Meisterinstrumente von mehreren kleinen Werkstätten gebaut, die in alle Welt zu ihren Besitzern gelangten und heute noch in vielen Orchestern der Welt gespielt werden. Eine gut klingende Geige oder ein Klasse-Cello, wie sie ausgebildete und in vielen Orchestern der Welt spielende Musiker bevorzugen, kommen nicht aus der Fabrik. Meisterinstrumente entstehen in einer Geigenbauer- Werkstatt. Sie werden in über 200 Arbeitsstunden von ihrem Erbauer Schritt für Schritt angefertigt. Meister der Geigenbaukunst ist heute kein Allerweltsberuf, man muss viel von Musik verstehen und ein sehr diffiziles Handwerk beherrschen. Solche Könner gibt es nicht mehr allzu viele in Europa. Aber Ludger Geiger ist einer von ihnen, und er ist ein gefragter Mann. Viele Musiker aus dem In- und Ausland kommen zu ihm, um ihn um Rat zu fragen oder geben den Bau einer neuen Geige oder eines Cellos in Auftrag.

 

In seinem Namen verbirgt sich auch seine Profession, er ist Instrumentenbauer aus Leidenschaft und in Nürnberg lebt er schon lange mit seiner Frau und drei Kindern. Der gebürtige Schwabe hat vor zwei Jahren die kleine Werkstatt von seinem Arbeitgeber in Nürnberg in der Pirckheimerstraße übernommen und den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. „Das war gar nicht so leicht, plötzlich auch ein Unternehmer zu sein“, sagt er heute, „aber die Gewissheit, dass Meisterinstrumente immer gesucht werden oder repariert werden müssen, hat meinen Entschluss zur Selbstständigkeit bestärkt.“

Meisterwerke für die Ewigkeit

Die Werkstatt strahlt eine wohltuende Ruhe aus, Maschinen gibt es hier keine, nicht mal Radiomusik ist zu hören. All das stört nur bei der Arbeit. Wenige Spezialwerkzeuge sind die Hilfen für den Bau des Instruments. „Das A und O eines Meisterinstruments“, erklärt er uns, „ist das ausgesuchte, über Jahrzehnte abgelagerte Holz, wie Ahorn und Fichte, und das langjährige Know-how ihres Erbauers.“ Bis zu 30.000,- €muss ein Kunde für ein Streichinstrument aus seiner Werkstatt bezahlen. „Und die Instrumente werden immer besser, je älter sie sind“, versichert uns der Meister. „Stradivari, Amati etc., die berühmten Geigenbauer aus Cremona, wurden mit ihrer Kunst unsterblich.“ Diesen Anspruch hat er nicht, aber gelernt von ihnen hat er viel. Seine Instrumente hängen wie im Kleiderschrank geordnet an der Wand und warten auf die Reparatur oder auf ihre Besitzer. Und weil er auch Kaufmann ist, hat er ein neues Geschäftsfeld entdeckt, er verleiht Geigen an Kunden, die ihren Kindern den Zugang zur Musik ermöglichen wollen. „Das funktioniert gut“, sagt er uns, „gerade im Mozartjahr hat er seinen Verleihumsatz um 30 Prozent steigern können.“

 

Es klingelt, ein Kunde betritt den Raum und fragt nach seinem Instrument. Wenige Minuten später klingen die wohltuenden Klänge des Cellos durch den Raum, eine Suite von J.S. Bach. Über Ludger Geigers Gesicht geht ein Lächeln, er weiß, dass es gut und schön klingt, es ist ja sein Instrument und es wird seinen Namen im Korpus tragen, in hundert Jahren noch.

 

20.07.2012
03:32
Zariel:

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08.07.2012
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06.07.2012
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