Die ersten drei Sekunden entscheiden!

Man kennt das: Mal schnell die Post aus dem (Privat-)Briefkasten holen und nachsehen. Das erste Sortieren beginnt. Einige Briefe, ein Postwurfzettel, ein Faltprospekt vom Friseur, eine Wochenzeitung wie jeden Donnerstag! Gut, schlecht oder vielleicht!?

Briefkästen
Hop oder Top - die Entscheidung, ob ein Kuvert interessant genug ist, um geöffnet zu werden, fällt meist schon am Briefkasten.

Es gibt viele Briefe, die ungeöffnet im Papierkorb landen. Was ist die Motivation, sich für den Inhalt einer Sendung zu interessieren? Dazu gibt es Erkenntnisse.

Das Kuvert: Eine Hürde oder Chance!

Schon durch Größe, Form und Papierqualität können sich Kuverts aus der Flut der Zusendungen hervorheben und an Beachtung gewinnen. Transparente oder farbige Kuverts, quadratische Hüllen oder Überformate – es gibt bereits dadurch viele Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit des Empfängers auf sich zu ziehen. Sicher ist: Je größer die Hülle, desto größer die Aufmerksamkeit. Selbst eine „richtige“ Flaschenpost kann per Post (unter bestimmten Voraussetzungen) versendet werden.

Auf den ersten Blick: Fragen des Empfängers ...

Ein Kuvert sollte die „unausgesprochenen Leser-Fragen“ des Empfängers sofort beantworten, wie z.B. „Wer schreibt mir“, „bin ich wirklich gemeint“, „ist der Inhalt wichtig für mich“, „habe ich Vorteile“... etc.

 

Dabei wirkt jedes „ja“ als Verstärker. Jedes „nein“ ist ein Filter bzw. erzeugt eine innere Ablehnung. Überwiegen die Jas, so die einfache aber wirkungsvolle Formel, wird der Empfänger das Kuvert als interessant erachten und öffnen. Dass eine schön gestaltete Briefhülle auch den Response erhöht, das belegen Marktforschungsergebnisse des Siegfried-Vögele-Instituts. Sie macht den Empfänger neugierig auf den Inhalt und vermittelt nonverbal und unterschwellig Sympathie. Positive Bildmotive sprechen direkt die Gefühlsebene des Betrachters an, Hinweise auf Vorteile und Nutzen ergänzen mit Text die Botschaft: „Der Inhalt ist wichtig für mich!“

Alles hat seine zwei Seiten ...

... auch das Kuvert. Und gerade die Rückseite sollte keineswegs stiefmütterlich behandelt werden. Schon wegen des Handlings beim Öffnen, wird sie länger betrachtet als die Vorderseite. Auch hier ist Platz für Vorteile und Nutzen, für Hinweise und emotionale Ansprache, für Verweis auf Preisausschreiben und evtl. Rabatte.

08.07.2012
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07.07.2012
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