Imageprobleme der Unternehmen

Was machen Kleinfeld, Ackermann & Co. falsch? Siemens, Europas führender Technologie-Konzern, steht derzeit stark im Kreuzfeuer der Kritik.

Achkermann und Kleinfeld
Josef Ackermann, Deutsche Bank (links, dpa), Klaus Kleinfeld, Siemens (rechts, dpa)

Obwohl der Umsatz um 16 % stieg, kommen der Siemenskonzern und sein Vorsitzender, Klaus Kleinfeld, nicht aus den Negativschlagzeilen. Ein Aufschrei ging durch die Öffentlichkeit, als nach dem Verkauf von BenQ Mobile an die Taiwanesen die Insolvenz des Unternehmens und damit die Streichung von 3.000 Arbeitsplätzen offenbar wurden. Zeitgleich erhöhte sich der Konzernvorstand sein Gehalt um 30 Prozent. Der Imageverlust war da. Auch die wenig überzeugenden Auftritte von Kleinfeld in verschiedenen Nachrichtensendungen und seine Geste, einen Hilfsfond einzurichten, konnten den Schaden nicht begrenzen.

Spektakulärer Korruptionsskandal bei Siemens

Im Gegenteil, eine Schmiergeldaffäre mit ungeheueren Ausmaßen sorgt bereits für das nächste PR-Desaster. Schwarze Kassen, Verhaftungen, Ermittlungen bis in die Konzernspitze, der Vorwurf auch die Anti-Korruptionsabteilung sei beteiligt – der Skandal zieht immer weitere Kreise und erschüttert das Vertrauen in den deutschen Vorzeigekonzern.

 

Josef Ackermann, durch sein unbedachtes Victory-Zeichen im Mannesmann-Prozess bereits erheblich mit negativer PR befleckt, war erneut in den letzten Monaten mit Negativschlagzeilen in der Presse. Mit mangelnder Sensibilität meldete er kräftige Unternehmensgewinne von 87 % und gleichzeitig Massenentlassungen von 6.400 Arbeitnehmern.