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Mobile-Marketing, ein Instrument des Performance-Marketings, macht's möglich

Handys

Performance-Marketing boomt, und seit Web 2.0 wird in Onlinewerbung noch mehr Geld investiert. Im Jahr 2005 wurden für das Direktmarketing in der Online-Version 885 Millionen €brutto investiert, und die Prognosen stehen gut, dass die Ausgaben im Jahr 2006 sogar deutlich auf 1,3 Mrd. €steigen. Performance-Marketing, übersetzt Leistungs-Marketing, bedeutet, dass Onlinewerbung messbar, transparent und erfolgsorientiert ist. Oder wie die Fachgruppe Performance-Marketing im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) definiert: „Performance-Marketing in den digitalen Medien ist ein Bestandteil des Mediamixes und dient sowohl der Kundengewinnung als auch der Kundenbindung.“

 

Weitere Instrumente des Performance-Marketings sind, neben Mobile-Marketing, Suchmaschinen-Marketing, E-Mail-Marketing, Bannerwerbung, Affiliate-Marketing, Kontextbezogene Werbung und Kooperationen im Performance-Marketing. (siehe DIE ZWEI, Ausgabe 14).

Mobile-marketing - das individuelle Dialog-Maketing der Zukunft

Was versteht man unter dem Begriff Mobile-Marketing? Seit dem Siegeszug von Mobiltelefonen mit rund 70 Mio. Handys in Deutschland und SMS (Short Message Service) wird diese neue Kommunikationsform auch als Werbeinstrument eingesetzt. Man darf Mobile-Marketing aber nicht auf „Direct-Mailing per SMS“ reduzieren, sondern sollte es im Rahmen eines strategischen Marketing-Konzeptes sehen. Alle Marketing-Maßnahmen unter Verwendung drahtloser Telekommunikation und mobiler Endgeräte haben nur ein Ziel: individuelles Dialog-Marketing. Der BVDW definiert akzeptables SMS- und E-Mail-Marketing als Vorgang, bei dem der Empfänger E-Mails, SMS, MMS (Multimedia Messaging Service) gestattet oder ausdrücklich anfordert. Und nicht nur den Empfang sollte er gestatten, sondern auch die Inhalte und die Frequenz. Erreicht wird dies durch ein Opt-In, d.h. der User trägt sich selbst in einen Verteiler ein und erhält dann eine Bestätigung mit der Möglichkeit, sich sofort wieder austragen zu können (Single Opt-In) oder diese Bestätigung noch einmal zu verifizieren (Double Opt-In).

Push versus Pull-Marketing

Bei der Nutzung von Mobile-Marketing unterscheidet man zwei Grundarten von Diensten. Während bei einem Pull-Dienst der Empfänger aktiv wird und Informationen einholt, z.B. Verkehrsberichte und Staumeldungen, wird er bei einem Push-Dienst zu einem passiven Empfänger von Nachrichten. Laut einer aktuellen Studie vom Institut für Mobile-Marketing (ifmm) in Münster möchten die Verbraucher nicht von Push-Diensten belästigt werden. 46 Prozent der Befragten wollen keine Nachrichten von Unternehmen empfangen und fast jeder zweite Verbraucher hält Unternehmen, die Push-Kampagnen durchführen, für „aggressiv“.

Mobile TV steht in den Starlöchern

Noch wird vor allem mit dem Download von Klingeltönen der Hauptumsatz getätigt, dies wird sich aber in Zukunft auch mit Hilfe neuer Technologien ändern. Drei Standards stehen in den Startlöchern, um dem Handy-Fernsehen zum Durchbruch zu verhelfen: Der Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) benötigt für Empfänger eine individuelle Mobilfunkverbindung und ist damit nicht massentauglich, im Gegensatz zu den beiden Rundfunkstandards DMB (Digital Multimedia Broadcasting) und DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds).

 

Letztere Technologie und die dazu gehörenden Endgeräte werden in Deutschland erst 2007 marktfähig sein. Am weitesten entwickelt ist derzeit der UMTS-Standard, wobei allerdings auch noch kräftiger Nachholbedarf in der Verbreitung der Endgeräte liegt, nicht einmal jeder Zehnte besitzt zurzeit ein UMTS-Handy.

10.07.2012
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07.07.2012
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