Konflikte im Team?

Je früher Disharmonien erkannt werden, desto einfacher sind sie zu lösen.

Mann und Frau
Sind es nur Missverständnisse, die einen Konflikt auslösen?

»Business ist nichts anderes als ein Knäuel menschlicher Beziehungen.«

Lee Iacocca (*1924), 1979-1992 Vorstandsvorsitzender  Chrysler Corp.

 

Die vielfältigen Vorteile und Synergie-Effekte von Teamarbeit sind unbestritten. „Teamarbeit“ an sich gibt es aber nicht, sie lebt von den Teammitgliedern, den Menschen.

 

Wenn Menschen zusammen arbeiten entsteht neben Dynamik fast automatisch auch ein großes Konfliktpotential.

 

Dass Konflikte auftreten in einer Gruppemit verschiedenen Persönlichkeits- und Arbeitsstilen ist völlig normal. Dass Konflikte das eigentliche Arbeitspotential schwächen und eine Menge Energie rau-ben, hat wohl jeder von uns schon am eigenen Leib erfahren. Doch WAS kann man gegen einen Konflikt unternehmen? WARUM entstehen Konflikte überhaupt? Und WIE kann man vorbeugen?

Gibt es tatsächlich ein Problem – oder habe ich vielleicht nur mit meinem „Beziehungs-Ohr“ gehört?

Man unterscheidet Interessens-, Ziel-, oder Rollenkonflikte. Sie beruhen meist auf Konkurrenzdruck, Meinungsverschiedenheiten, Missverständnissen, gegensätzlichem Denken, Wollen, Wahrnehmen...

 

All das können Auslöser für Streit und Konflikte sein, die wahren Gründe für eine Reaktion bringen wir aber selbst mit – durch unsere Sozialisation und unsere Erfahrungen. Diese bestimmen, wie wir Worte und Verhalten von anderen aufnehmen und was wir damit machen.

 

Die Theorie der 4 Seiten einer Nachricht geht davon aus, dass jede Botschaft vier verschiedene Möglichkeiten bietet, was man als „Sender“ hinein packen möchte, aber auch wie man sie als „Empfänger“ verstehen kann.

 

Beispiel: Der Satz „Das sollte mal jemand aufschreiben!“ könnte folgendermaßen aufgefasst werden:

 

  • SachOhr:„Es wäre wichtig, es schriftlich zu fixieren, damit es nicht vergessen wird“
  • BeziehungsOhr:„ICH entscheide hier, was wichtig ist“
  • Selbstkundgabe-Ohr:„Mein Gehirn ist wie ein Sieb“
  • AppellOhr:„Schreib‘s auf!“

 

Oft entscheidet auch die eigene innere Haltung darüber, ob eine Situation in einen Streit mündet oder nicht: Die Überlegung, was wohl mit sich selbst oder dem Gegenüber nicht stimmt, führt dazu, sich in Selbstvorwürfe zu stürzen oder aber zum Gegenangriff zu blasen.

 

Stattdessen könnte man das Ganze empathisch bewerten, sich seine eigenen Gefühle bewusst machen und darüber nachdenken, warum der andere sagt, was er sagt oder was er eigentlich braucht. (Kritik hat oft rein gar nichts mit der Person oder der Situation zu tun, sondern mit negativen Assoziationen!)

19.07.2012
12:49
14.07.2012
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