Macht der Euro alles neu?

Das veränderte Kaufverhalten der deutschen Konsumenten seit der Euro-Einführung

Euro

Der Einzelhandel verzeichnet seit Anfang des Jahres 2002 Umsatzeinbußen von bis zu 10 %. Einer der Hauptgründe dafür liegt im Konsumverhalten der Verbraucher, die nach der Euroeinführung insgesamt weniger ausgegeben haben als noch im Vorjahr. Besonders große Anschaffungen (Möbel, technische Geräte) wurden oftmals noch vor der Einführung des Euros getätigt, da die Angst vor allzu starken Preisschwankungen groß war. Nach Meinung der Verbraucherforscher schlägt sich die Verärgerung über unangemessene Preiserhöhungen und das Misstrauen gegenüber dem Einzelhandel in einem regelrechten Preisboykott nieder. Ein weiterer Grund ist der schwache Arbeitsmarkt und die damit verbundene Unsicherheit vieler, die vor größeren Investitionen zurückschrecken. Zwar sind die Lebenshaltungskosten insgesamt kaum nachweisbar gestiegen, viele Verbraucher sehen sich aber zum Sparen veranlasst und halten ihr Geld regelrecht fest. Deutsche Verbraucher kauften vor allem weniger Waren, die nicht zur Lebensmittelsparte gehören – betroffen sind vor allem die Elektronik-, Sanitär- und die Möbelbranche.

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