Meetings - Selbstzweck oder wirklich nützlich?

Eine gewagte These zum Thema „Meeting“: Die Wirtschaftslage ist deshalb so schlecht, weil die Entscheider und kreativen Köpfe der Unternehmen ständig zusammensitzen und über die schlechte Wirtschaftslage sprechen. Und darüber, wie man sie überwinden kann. Nur leider ist bisher niemand zu einem Ergebnis gekommen.

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»Wegen uneffektiver Meetings gehen oft wertvolle Stunden verloren«

Zugegeben, allein die zahlreichen Meetings, die tagtäglich in Unternehmen stattfinden, dürften kaum schuld sein an der Wirtschaftsflaute in deutschen Landen. Tatsache ist jedoch, dass die täglichen Zusammenkünfte zu diesem oder jenem Projekt oft wertvolle Arbeitszeit kosten – und sonst nicht viel bringen. Das „Meeting“ ist in vielen Fällen zum zentralen Punkt des Arbeitsalltags geworden, um den sich alles andere dreht. Eine Studie ergab, dass in deutschen Unternehmen im Schnitt bis zu 8 Arbeitsstunden in Meetings verbracht werden. Fest steht auch, dass diese Zeit in den meisten Fällen wesentlich effektiver genutzt werden könnte.

 

Bei einer Umfrage bei 635 leitenden Mitarbeitern über alle Branchen hinweg wurden folgende Kritikpunkte als die Wesentlichsten bei Meetings und Konferenzen identifiziert:

 

- Abkommen vom Thema (83%)

- Schlechte Vorbereitung (77%)

- Fragwürdige Effektivität (74%)

- zu wenig Aufmerksamkeit seitens der Teilnehmer (68%)

- zu lange, vom Thema abschweifende Wortmeldungen (62%)

- Besprechungsdauer (60%)

- Unzureichende Mitarbeit der Teilnehmer (51%)

(Quelle: Jansen Beratung und Training)

 

Die Frage, wie sich dieses Problem lösen lässt, scheint einfach zu beantworten – theoretisch. Die Besprechungen auf das Wesentliche konzentrieren, auf die wirklich benötigte Zeit herunterschrauben und eine „straffe“ Moderation und Zeit­schiene einführen. Auch stellt sich die Frage, ob es wirklich nötig ist, das betreffende Thema im „großen Kreis“ zu diskutieren. Meist betrifft es nur wenige, der Rest leidet, weil er an die Arbeit denkt, die auf seinem Schreibtisch wartet.