"Selekteur" - ein neuer Job in den Betrieben

oder wie man seine guten Kräfte nicht verliert

Kopf
»Viele Arbeitgeber wüssten gerne, was in den Köpfen der Mitarbeiter vorgeht.«

Das selektieren von Informationen wird immer wichtiger. Das Verteilen der Arbeit auf mehrere Schultern immer wahrscheinlicher. Der lebenslange Job mit einer Tätigkeit ist Vergangenheit, Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen umdenken. Flexibilität, Bereitschaft und Mobilität sind die Produktionsfaktoren der Zukunft. Motivation und Kommunikation auf der einen Seite, statt Loyalität und Aktionismus auf der anderen. Jeder Betrieb, der auf das Humankapital Mensch setzt, kann mit seinen Mitarbeitern die Zukunft meistern. Doch in den meisten Unternehmen sieht die Sache - gerade jetzt - anders aus.

 

In vielen Betrieben sitzen sie und warten. Ihr Verhalten ist loyal und unauffällig. Viele Freunde und Bekannte sind arbeitslos, was mit beträchtlichen pekuniären Einbußen verbunden ist. Ehemalige Kollegen erzählen von ihrem Freiberuflerdasein wie von einem Horrorfilm, in dem immer neue Strategien fürs Überleben entwickelt oder gezeichnet werden. Im eigenen Job ist das doch etwas anders. Gut, man hat eine Gehaltskürzung einer betriebsbedingten Kündigung vorgezogen, das Urlaubsgeld ist ausgefallen, aber immerhin ist die Situation in dieser Phase besser als die andere Alternative.

Auf das Betriebsklima kommt es an

Kürzlich hat die »Süddeutsche Zeitung« einen Artikel – speziell die IT- und Medienbranche betreffend – veröffentlicht, der sich mit diesem Thema näher befasste.

 

Fazit: Viele Arbeitnehmer verharren lieber im ungeliebten Job, als jetzt die Stelle zu wechseln. Ausgelastet sind sie nicht, das lässt die Auftragslage nicht zu. Ihre Arbeitgeber aber sind auf die Leistungsträger angewiesen, deshalb halten sie ihre Kräfte auf ihrer »Payroll«, um beim Aufschwung mit qualifiziertem Know-how zur Verfügung stehen zu können. Die Gefahr aber, dass diese Mitarbeiter dann den Betrieb verlassen, wenn ein besseres Angebot und ein bessere Zukunftsperspektive winkt, ist groß. Was also tun, wenn der Chef seine Leute bei Laune halten muss, um sicher sein zu können, dass sie bleiben, wenn der Konjunktur-Motor anspringt?

Erstes Gebot ist die offene Kommunikation

Die Fakten und Zahlen auf den Tisch und das Verständnis wächst. Zweitens sollte man als Chef relaxter mit der Arbeitszeit umgehen, das heißt die unausgelasteten Stunden nicht in sinnlose Aktivitäten, sondern in Freizeit abgelten lassen. Und Drittens: klare Aussagen über die Haltestrategie zu machen. Sind erst mal eine oder zwei Kündigungen ausgesprochen, wächst die Angst proportional zur geistigen Kündigung. Letzteres kann der Betrieb auf gar keinen Fall gebrauchen.

20.07.2012
10:35
14.07.2012
22:39
13.07.2012
04:28
30.01.2011
16:14
Gast:

so ein duennschiss-artikel. frueher waren selekteur
ausland. tuersteher