Ausgabe 3, Mai 2003 | In Aktuelles | 0 Kommentare

Shoppen rund um die Uhr?

Der Vorstoß, Geschäfte zukünftig auch Sonntags zu öffnen, hat das Thema "Ladenschluss" wieder in die Diskussion gebracht

Einkaufen

Die Forderung, Geschäfte sollten in Zukunft auch am Sonntag geöffnet haben, spaltet die Nation. Auf der einen Seite werden Stimmen laut, die mehr Zeit für die Familie und Besinnung auf den Sonntag fordern. Auf der anderen Seite erhofft man sich dadurch eine zusätzliche Möglichkeit, die Kaufkraft der Deutschen wieder anzukurbeln.

 

Doch hat die Sonntagsöffnung von Geschäften tatsächlich die erwartete Wirkung? Und sehen auch die Verbraucher den Nutzen verlängerter Öffnungszeiten?

 

 

Den größten Zuspruch finden die erweiterten Öffnungszeiten nach wie vor an den Werktagen. Das zumindest ergab eine Studie von KONTUREN (2002). Rund 71 % der Bevölkerung nutzen die Möglichkeit, wochentags nach 19:00 Uhr einzukaufen. 40 % gaben an, ganz und gar darauf angewiesen zu sein und 15 % wünschen sich eine Verlängerung der Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr. Insbesondere die Generation der 14- bis 29-Jährigen kauft regelmäßig abends oder am Samstagnachmittag ein. So ist es auch diese kaufkräftige Zielgruppe, von der besonders der Einzelhandel profitiert.

 

Die ältere Generation, die ebenfalls eine hohe Kaufkraft besitzt und deren Bereitschaft zum Konsum nach wie vor höher ist als in der Altersgruppe der 25- bis 40-Jährigen, legt jedoch keinen Wert auf eine weitere Verlängerung der Öffnungszeiten.

 

Und die Sonntage? Ganz gleich, welche Altersgruppe von KONTUREN befragt wurde: rund 70 % legen keinen Wert darauf, auch am siebten Tag der Woche einzukaufen. Freizeit, Sport, Familie, Freunde und Erholung genießen nach wie vor Priorität.

 

Quelle: KONTUREN, Studie Märkte 2002