Ausgabe 22, Mai 2010 | In Aktuelles | 0 Kommentare

Webseiten einfach selber pflegen: was muss man bei der Wahl eines Content Management-Systems beachten?

Jeder Internet-User weiß: nichts ist frustrierender als eine veraltete Website. CMS-Lösungen, die jedermann die Pflege des eigenen Webauftritts ermöglichen, gibt es viele. Doch welches CMS ist für welches Unternehmen sinnvoll?

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Nur aktuelle und informative Internetpräsenzen funktionieren als Aushängeschilde für Unternehmen. Ein regelmäßiges inhaltliches Seiten-Update muss mindestens einmal monatlich erfolgen – in manchen Branchen sogar täglich. Damit neue Inhalte unmittelbar und ohne große Kosten integriert werden können, greift man auf Content-Management-Systeme zurück, mit denen sich Internetseiten inhouse pflegen lassen. Doch was muss ein solches System können und welches ist geeignet?

 

Keine leichte Aufgabe für mittelständische Unternehmen, die eine gute und günstige CM-Lösung suchen. Denn das Angebot an Systemen ist schwer überschaubar. Das liegt am breiten Angebot aber auch an den unterschiedlichen Anforderungen an ein CM-System. Großunternehmen beispielsweise binden ihre Internetseiten an ihre ERM-Systeme an, über die firmeninterne Geschäftsprozesse verwaltet werden. Dadurch können für Online-Shops Schnittstellen zu Lagerbeständen geschaffen oder Zusatzdienstleistungen wie Paket-Tracking u.v.m. angeboten werden. Das ist für mittelständische Unternehmen in der Regel nicht notwendig – Systeme mit entsprechenden Optionen sind zu komplex und damit zu aufwändig in Anschaffung und Pflege.

 

Ein im Vergleich zu den benötigten Anforderungen überdimensioniertes CM-System birgt weitere Nachteile: das Arbeiten mit entsprechenden Anwendungen ist komplexer, die Motivation, kurzfristige Änderungen durchzuführen, ist außerdem oft gering und an einen kleinen Personenkreis gebunden. Stehen diese Personen einmal nicht zur Verfügung, erfolgen i.d.R. keine Updates, da der Know-how-Transfer viel zu langwierig ist.

 

Daher sind für CM-Systeme grundsätzlich die wichtigsten Anforderungen: Einfachheit, Schnelligkeit und optimale Usability. Ausgehend von diesen Fakten muss sichergestellt werden, dass in einem CMS alle Arten von Content, die dargestellt werden müssen, dargestellt werden können. Ist der stets zu aktualisierende Content komplex und vielfältig, kann auch das CM-System höhere Komplexität aufweisen. Doch für ein mittelständisches Unternehmen reichenin der Regel oft einfachere Lösungen. Hier sollte man nur darauf achten, dass man nicht durch teure Lizenzkosten langfristig unnötig hohe Kosten verursacht oder sich an nicht standardisierte Technologien bindet.