Werbung mit der Fußball-WM 2006

Was ist erlaubt und was verboten?

Wenn am 09. Juni 2006 der Anpfiff zur Fußballweltmeisterschaft erfolgt, geht es vor allem um sportliche Leistung. Nicht zu unterschätzen sind aber auch die wirtschaftlichen Aspekte dieses Großereignisses. Nach Umfragen von Marktforschern würden gerne drei Viertel de Unternehmen ihren Namen und ihre Produkte mit der Fußball-WM in Verbindung bringen. Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, mit der Weltmeisterschaft zu werben, ohne mit der FIFA in Konflikt zu kommen?

Die Rolle der FIFA

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 ist eine Veranstaltung der FIFA, also des Fußballweltverbandes mit Sitz in Zürich/Schweiz. Der Deutsche Fußballbund (DFB) wurde mit der Organisation (Stadien, Spiele, Kartenverkauf, Sicherheit usw.) der Weltmeisterschaft beauftragt. Die FIFA ist aber nicht nur Veranstalterin der Fußball-WM 2006, sondern sie ist auch Inhaberin sämtlicher kommerzieller Rechte zur Vermarktung des Events.

 

Um eine effiziente Vermarktung zu ermöglichen und sich gegen Trittbrettfahrer (sog. Ambush-Marketing) zu schützen, hat die FIFA eine Vielzahl von Begriffen und Logos als Marken schützen lassen. Hierzu zählen u. a. „FIFA WM“, „FIFA WM 2006“, „2006 FIFA World Cup Germany“, aber auch „WMBier“, „WM“, „WM 2006“, „2006“ und „Fußball WM 2006“. Daneben sind das Logo der WM (die lachenden Bälle), das Maskottchen „Goleo VI“ und der Weltmeisterschaftspokal als Marke geschützt. Sogar der Slogan der Weltmeisterschaft „Die Welt zu Gast bei Freunden“ ist als Marke eingetragen.

Wer kann mit den Logos und Marken der FIFA werben?

Zunächst dürfen in Deutschland die 15 offiziellen Partner der FIFA und die 6 nationalen Förderer, die jeweils für hohe Summen die Rechte erworben haben, für bestimmte Bereiche die Marken der FIFA und die Logos exklusiv verwenden.

 

Daneben besteht für andere Firmen die Möglichkeit, Lizenzrechte an den Schutzrechten der FIFA zu erwerben. So können auch kleinere Unternehmen ihre Produkte mit den geschützten Bezeichnungen und Logos versehen. Die Produktlizenzen für Europa werden von der EM.TV AG, Unterföhring, vertrieben. Von der Möglichkeit eines Lizenzerwerbs haben bereits viele Unternehmen Gebrauch gemacht. Wer aber weder offizieller Partner bzw. nationaler Förderer ist, noch eine Produktlizenz erworben hat, muss vorsichtig sein, wenn er mit der WM 2006 für sein Unternehmen und seine Produkte werben will.

Ohne Lizenz keine Werbung?

Von einer Verwendung der Logos oder des „Goleo VI“ in der Werbung bzw. als Merchandising-Artikel ohne Erwerb einer Lizenz ist dringend abzuraten, da die FIFA an diesen Abbildungen Urheber- und teilweise auch Markenrechte hat. Ebenso ist von einer Verwendung der Bezeichnungen abzuraten, die den Bestandteil „FIFA“ enthalten, denn an diesem Bestandteil stehen der FIFA die Namensrechte zu. Hier ist die Rechtslage eindeutig und jede Verwendung in der Werbung ist unzulässig.

 

Eine differenziertere Betrachtungsweise ist jedoch bei den Bezeichnungen „WM“ bzw. „Weltmeisterschaft“, „Fußball“ und „2006“ und Kombinationen aus diesen Bezeichnungen angebracht. Wie bereits gesagt, sind viele dieser Bezeichnungen von der FIFA als Marken für Deutschland, aber auch für die gesamte EU angemeldet worden.

20.07.2012
17:26
Lorin:

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16.07.2012
07:36
07.07.2012
08:35